Programmieren lernen

Programmieren online Lernen für Schüler:innen – vier einfache und kostenlose Möglichkeiten zum Lernen im Lockdown

Auch im neuen Jahr hinterlässt Corona weiter Spuren und sorgt für geschlossene Schulen. Wer Alternativen für den Heimunterricht sucht, kann  diese Chance jetzt nutzen:

Heutzutage ist das Internet gefüllt mit Videos, Programmen und Webseiten welche verschiedenste Fähigkeiten beibringen möchten – und es gibt viele Gründe warum es sich gerade jetzt lohnt programmieren zu lernen.

Denn Programmieren ist längst nicht mehr nur für den klassische Stereotyp Nerd – Es schafft ein grundlegendes Verständnis für die Arbeitsweise von Software und Algorithmen, hilft dabei aber genauso technologisch-, wirtschaftlich-. aber auch designorientierten sowie allen anderen Schülern dabei, eigene Projekte zu realisieren – egal ob eine Webseite, eine neue App, ein Spiel oder direkt ein neues Start-Up, der Kreativität ist kein Rahmen gesetzt. 

Und schließlich gibt es immer mehr Experten, die Programmierkenntnisse, egal auf welcher Ebene, als hilfreich für jeden Beruf bezeichnen – gerade in einer Welt, die sich immer mehr um Software und Digitalisierung dreht. So betonte beispielsweise Steve Jobs schon vor einigen Jahren, wie hilfreich es sein kann programmieren zu lernen, auch wenn man kein Programmierer werden möchte:

 

Und auch im Studium und der Wirtschaft werden diese Fähigkeiten dringend benötigt – nicht nur der Fachkräftemangel in MINT-Berufen wird oft bemängelt [1], gerade die Diversität in diesen Berufen hat auch Potenzial. 

 

Und die gute Nachricht ist: Als Alternativen zu Informatik-Unterricht in Schulen sowie zu teuren Kursen gibt es im Internet viele kostenlose, interaktive Online-Kurse, die oft sogar noch speziell an Jugendliche angepasst sind. Wir möchten hier aufzeigen wie man am besten an die Challenge programmieren lernen herangeht und welche Anbieter sich dafür am besten eignen. Da wir vor allem Schülerinnen und Schülern diese Möglichkeit aufzeigen wollen, handelt es sich bei allen Möglichkeiten um kostenlose Angebote und die einfache Bedienung spielt eine große Rolle:

Als einfachste Methode, gerade für jüngere Einsteiger eignen sich oft blockbasierte Methoden zur Programmierung – das bedeutet, auf einem gewissen Bausatz bzw. Baukasten aufbauen zu können. Mit einigen Systemen können erste Schleifen aber auch komplette Apps zusammengebaut werden. 
Für ältere Kinder, Jugendliche, wenn man schon etwas weiter greifen möchte oder grundsätzliche Funktionsweisen schon verstanden hat, lohnt auch der Blick auf konkrete Programmiersprachen.

Deine Möglichkeiten:

scratch ist einer der bekanntesten Möglichkeiten für Kinder, um spielerisch programmieren zu lernen. Die Funktionsweise von Schleifen, Bedingungen oder Variablen wird klar, ohne sich mit echtem Programmiercode auseinanderzusetzen. Viele Tutorials (Übungen) ermöglichen die schrittweise Erarbeitung der Grundlagen – und später kann das erlernte Wissen in kreativen Projekten umgesetzt werden. Dadurch, dass Blöcke bzw. Bausteine mit einfachem Programmcode aneinandergereiht werden können, ist es gerade für Anfänger und Kinder geeignet. Fertige Projekte können auch direkt in der Community geteilt werden und scratch.org funktioniert wie alle weiteren Tools in jedem Standard-Browser.

scratch - Programmieren lernen

Vom Fraunhofer IAIS gibt es eine kostenlose Plattform – das Open Roberta Lab. Hier können ähnlich wie in Scratch auch Block-basierte Programme entwickelt werden, allerdings besonders für die Steuerung von Robotern. Dies funktioniert mit vielen Modellen, wie z.B. dem Lego Mindstorms EV3. Aber auch genauso ohne eigenes Gerät, mit einem virtuellen Roboter.

Für "Fortgeschrittene"

Für Jugendliche und diejenigen, die über die ersten Übungen hinausschauen wollen, sind andere Angebote hilfreich, die auch einen Blick auf „echten“ Programmiercode werfen:

Grasshopper.app bietet die Möglichkeit erste Erfahrungen zu machen und dabei die Grundkonzepte zu lernen. Der Kurs basiert auf JavaScript, einer Programmiersprache für Web-Entwicklung. Die erlernten Inhalte lassen sich aber genauso auf andere Sprachen übertragen. Das Design des Kurses überzeugt durch einen einfachen Überblick und durch interaktiv gestaltete Inhalte. Wie oft in der Programmier-Welt ist auch hier die Sprache Englisch – was sicherlich auch hilft, um beim Lernen direkt zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Für diejenigen, die dann noch weiterüben möchten und auch an praktischen Projekten arbeiten möchten, bietet freecodecamp.org eine große Anzahl und Auswahl von Kursen. Viele Verschiedene Kurse, auch in Einsteigersprachen wie Python stehen als Video mit verschiedenen Challenges zur Verfügung. Mit einem kostenlosen Konto können die Fortschritte gespeichert werden und Zertifikate, auch kostenlos, erreicht werden.

Fazit

Wir hoffen das bei diesen vier Möglichkeiten auch eine für euch, eure Schüler:innen, Geschwister oder Kinder dabei ist. Spaß machen alle vier Möglichkeiten und der Lernfortschritt hilft immer, dran zu bleiben. Für diejenigen, denen die ersten beiden Möglichkeiten etwas zu simpel scheinen, eignen sich besonders die letzten beiden. Als Alternative für den Unterricht zu Hause taugen alle vier Angebote – Und dann können tolle Dinge und Projekte daraus entstehen, die vielleicht einmal etwas großes hervorbringen. 

Links & Quellen

  1. https://scratch.mit.edu/  
  2. https://lab.open-roberta.org/
  3. https://grasshopper.app/
  4. https://www.freecodecamp.org/learn
 [1]: Andreas Weck,  MINT-Fachkräftemängel hat neuen Höchststand erreicht, https://t3n.de/news/mint-fachkraeftemangel-hat-neuen-hoechststand-erreicht-1165445/
 
 
 

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